Welche Heizung passt? Vergleich aller Systeme
Wärmepumpe, Gas, Pellets, Hybrid oder Öl ersetzen — was sich 2026 für welches Haus wirklich lohnt.
Eine neue Heizung 2026 ist für viele Eigentümer keine freie Wahl mehr, sondern eine Entscheidung mit gesetzlichem Rahmen. Das GEG (Gebäudeenergiegesetz) verlangt seit 2024 in Neubaugebieten 65 % erneuerbare Energien für neu eingebaute Heizungen. Im Bestand greift die Regel später — in Großstädten ab Mitte 2026, in kleineren Gemeinden ab Mitte 2028. Bestehende Heizungen darfst du weiter betreiben und reparieren.
Die Hauptfrage ist also nicht "Gas oder Wärmepumpe?", sondern: Welches System passt langfristig zu meinem Haus, meinem Strom-Mix und meinem Budget? Im direkten Vergleich:
- Wärmepumpe — höchste Förderung, niedrige Betriebskosten bei guter Dämmung, hoher Invest. Sweet Spot: sanierter Bestand oder Neubau mit Flächenheizung.
- Gasheizung — günstig in Anschaffung, aber CO₂-Preis macht Betrieb ab 2027 deutlich teurer. Nur noch sinnvoll, wenn du innerhalb von 10 Jahren ohnehin sanierst.
- Pelletheizung — gut bei alten Häusern mit hohem Wärmebedarf und Platz für Lager. Förderfähig, aber Pelletpreis volatil.
- Hybridheizung (Wärmepumpe + Gas) — sinnvoll im unsanierten Altbau mit hoher Vorlauftemperatur. Teurer in Anschaffung und Wartung, dafür weniger Sanierungsdruck.
Für ölheizung ersetzen wärmepumpe ist der Wechsel besonders attraktiv: Klimageschwindigkeitsbonus, hohe CO₂-Kosten beim Öl, oft sind die Häuser schon halbwegs gedämmt. Bei gasheizung ersetzen ist die Rechnung etwas knapper — entscheidend ist hier der zu erwartende Gaspreis ab 2027.
Auf dieser Seite findest du alle HeatIQ-Vergleiche zwischen den Heizsystemen — ehrliche Wirtschaftlichkeit, Förderlogik und welche Fallen bei der Wahl am häufigsten passieren. Wenn du eine Empfehlung für dein konkretes Haus brauchst, geht das am schnellsten über den HeatIQ-Check.
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Zum RatgeberHäufige Fragen
Welche Heizung lohnt sich 2026 für mein Einfamilienhaus?+
Im sanierten Bestand und Neubau klar Wärmepumpe — höchste Förderung, niedrigste Betriebskosten. Im unsanierten Altbau mit Heizkörpern lohnt sich oft eine Hybrid-Lösung oder erst Sanierungsfahrplan, dann Wärmepumpe.
Lohnt es sich, die Ölheizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen?+
Meistens ja: Klimageschwindigkeitsbonus 20 %, steigender CO₂-Preis bei Öl und gute Förderung machen den Wechsel attraktiv. Voraussetzung ist eine Vorlauftemperatur unter 55 °C — sonst sind Heizkörpertausch oder Dämmung nötig.
Wärmepumpe vs Gasheizung — was ist langfristig günstiger?+
Über 15 Jahre gerechnet schlägt die Wärmepumpe Gas fast immer, sobald der CO₂-Preis über 80 €/t liegt (ab 2027 sehr wahrscheinlich). Bei kurzer Restnutzungsdauer des Hauses kann Gas trotzdem die richtige Übergangslösung sein.
Wann ist eine Hybridheizung sinnvoll?+
Bei unsaniertem Altbau mit hoher Vorlauftemperatur, wenn der Eigentümer noch nicht sanieren will oder kann. Die Wärmepumpe deckt die Grundlast, die Gas-Therme die Spitzenlast. Höhere Investition, dafür weniger Sanierungsdruck.
Darf ich meine alte Gasheizung 2026 noch reparieren?+
Ja. Das GEG verbietet nur den Neueinbau ohne 65 %-Regel — bestehende Heizungen dürfen weiter betrieben und repariert werden. Eine kaputte Gasheizung darfst du noch durch eine neue ersetzen, bis die kommunale Wärmeplanung greift.